Odds und Pot Odds für Dummies

Um diesen Artikel verstehen zu können, muss man vertraut sein mit den Pot Odds beim Online Poker, den Outs und den Wahrscheinlichkeiten. Wenn man weiß was Pot Odds sind und wie man Odds ausrechnet und auch diesen Artikel hier versteht, ist man bereit für das Online Poker mit echtem Geld. Das Verhältnis zwischen Einsatz und Gewinn geben die Pot Odds wieder, bei den Odds ist es anders, sie geben das Verhältnis von Gewinn und Niederlage. Die Gewinnchance kann sehr klein sein, wenn der Einsatz zum möglichen Gewinn vergleichsweise klein ist.

Wenn ein Poker Spieler 10 bezahlen muss um 100 zu gewinnen, ist das ein sehr günstiges Verhältnis, die Pot Odds liegen dabei sehr hoch 10:1, dies ist nicht gerade eine hohe Gewinnchance. Es verliert zu 91% der mit dem Einsatz von 10 und zu 9% gewinnt ganze 100. Im Vergleich zum Einsatz ist die Auszahlung von 100 so groß, da müssen die Gewinnchancen gar nicht hoch sein. Wäre es umgekehrt, ein Spieler müsste 100 zahlen um nur 10 zu gewinnen, wäre dies kein günstiges Verhältnis. Es handelt sich um eine gute Investition, wenn die Odds günstiger sind wie die Pot Odds.

Hätte man beispielsweise am Flop einen Straightdraw mit 8 Outs, der Gegner setzt 100 und 100 liegen im Pot, was würde man mit dem Draw machen? Als erstes rechnet man die Poker Pot Odds aus, in diesem Fall würden sie 2:1 betragen, dann muss man sehen mit welcher Wahrscheinlichkeit am Turn die Straight treffen kann. 8×2=16. 84/16=5,25. Die Wahrscheinlichkeit mit der nächsten Karte die Straße zu treffen liegt bei 5:1. Die Pot Odds muss man nun mit den Odds in Verbindung bringen, hier wären die Pot Odds 2:1 und die Odds für die Straight 5:1. Die 5 ist größer wie die 2, daher sollte man nicht beim Einsatz des Gegners callen, denn man müsste 100 zahlen um die Turnkarte zu sehen. Die Straight trifft man zu 16% und würde dann 200 gewinnen. Den Draw verfehlt man zu 84% und verliert dabei 100, dies ergibt folgende Rechnung:

0,16 x 200 + 0,84 x (-100)=-52. Heraus kommt ein negatives Ergebnis, daher ist ein Call nicht angebracht und auf lange Sicht gesehen kostet es Geld. Um diese 100 am Flop callen zu können benötigt man wie viele Outs? Hätte man beispielsweise 12 Outs, entspricht 3:1 Odds, würde man zu 25% einen der 12 Outs gewinnen und somit 200 und zu 75% würde man den Draw verlieren und damit 100. 0,25 x 200 + 0,75 x (-100) = -25 Da dieses Ergebnis immer noch negativ ist, ist damit ein Call schlecht.

Hätte man beispielsweise 17 Outs und man wäre ein 2:1 Underdog, würde man zu 33% treffen und zu 66% den Draw verfehlen. 0,33 x 200 + 0,66 x (-100) = 0 Diese Ergebnis ist nicht mehr negativ und man könnte callen. Wenn die Pot Odds genau den Odds entsprechen, ist der Break Even Punkt erreicht.

Mit einer Overcard floppt man den Flushdraw und hat 12 Outs, ein Spieler geht mit 1000 Chips All-In, der Pot hat eine Höhe von 500, was macht man nun? Eher callen oder folden? Bei 12 Outs sind die Odds ca. 1:1, denn 4 x 12 knappe 50%. 0,5 x 1500 + 0,5 x (-1000) = 250. Mit einem Call gewinnt man durchschnittlich 250 Chips, von dem tatsächlichen Resultat ist dies nicht abhängig. Hätte man angenommen 13 Outs am Turn, hätte man eine Chance von 25% um den Draw am River zu vervollständigen, der Gegner setzt 100 und im Pot befinden sich 200, die Pot Odds betragen somit 3:1. Auch bei 3:1 liegt die Chance die Odds den Draw zu treffen. Entsprechen die Odds genau den Pot Odds ist der Break Even Punkt erreicht. Der Call hätte eine negative Erwartung, wenn die Odds schlechter wären und bei besseren Pot Odds eine positivere Erwartung. Einen Erwartungswert von 0 hätte der Spieler am Break Even Punkt. 0,75 x (-100) + 0,25 x (300) = 0. Wenn Poker nichts für Sie ist sollten Sie es mal mit Sportwetten versuchen oder mal ein Online Casino Besuchen, im Casino können Sie Games wie Book of Ra auch Online Spielen.